Immer die richtige Weiche: Modernste Technik und höchste Qualität aus Witten

Im Juni begeht das „Werk Oberbaustoffe Witten“ der DB Netz AG sein 150jähriges Bestehen mit einer großen Jubiläumsfeier. Doch an das „Gestern“ erinnern auf dem 140.000 Quadratmeter großen Werksgelände in Witten allenfalls einige alte Produktionshallen, die in den kommenden Jahren mit Millionenbeträgen saniert und modernisiert werden. Denn der Blick auf die Produkte, die hier an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr gefertigt werden, zeigt ausschließlich modernste Technik und höchste Qualität. Darauf verweist jedenfalls der Leiter des Werks, Dipl.-Ing. Hubertus Willeke, zu Recht und mit Stolz.

Von der Bedeutung des Werkes überzeugten sich am Dienstag (7. Mai) auch die direkt gewählten Landtagsabgeordneten des Ennepe-Ruhr-Kreises, Thomas Stotko (Witten), Prof. Dr. Rainer Bovermann (Hattingen) und Hubertus Kramer (Gevelsberg). Sie besuchten  das Werk  im Rahmen der „Woche der Infrastruktur“ des SPD-Landesverbandes NRW. Die SPD in NRW wollte mit dieser Themenwoche mit den unterschiedlichsten Initiativen ihrer Landtags- und Bundestagsabgeordneten den Blick auf die Bedeutung von Infrastruktur für unser Land und die Wichtigkeit ihres Erhaltes schärfen.

200 Millionen Euro Umsatz bilden Jahr für Jahr die Bilanz des Unternehmens. Das Werk Witten ist das einzige dieser Art der Deutschen Bahn AG und stellt die Versorgung mit Weichen, Kreuzungen und Ersatzteilen für alle Gleiskomponenten in ganz Deutschland sicher. Was das heißt, machen einige weitere Zahlen deutlich: Die DB Netz AG betreibt in Deutschland 33.862 Kilometer Bahnstrecken, die nicht nur dem bahneigenen Betrieb, sondern auch den weiteren 370 Eisenbahnverkehrs-unternehmen zur Verfügung stehen.  69.311 Weichen gibt es, von denen rund 2.000 pro Jahr ausgewechselt werden. Davon werden 1.300 in Witten hergestellt und direkt für die Bahn eingebaut. Kosten einer jeden Weiche: Zwischen 20.000 und 150.000 Euro. Darin enthalten sind natürlich auch die hohen Kosten, die für Entwicklung und Konstruktion solcher hoch modernen Weichenanlagen notwendig sind.

Für die Produktion zeichnen im Moment 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. Darunter befinden sich übrigens auch 43 Auszubildende, was die Abgeordneten ganz besonders herausstellten. Hinzu kommen 80 Mitarbeiter in Schwandorf und 15 in Nürnberg. Sie alle sorgen dafür, dass das Wittener Werk zum wohl modernsten Produktionszentrum für Weichentechnik in Europa geworden ist, dessen Konstruktions- und Produktionsgeheimnisse Mitbewerber rund um den Erdball einschließlich China heutzutage gerne lüften würden. Neben der Qualität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind dafür natürlich auch die hochwertigen Maschinenanlagen verantwortlich. Für die gewaltigen Maschinen (z.B. ganze Frässtraßen) müssen Betonfundamente von bis zu fünf Metern Tiefe gegossen werden, manche der Maschinen bringt es auf einen Anschaffungspreis von über 10 Millionen Euro.

Thomas Stotko dankte am Ende Hubertus Willeke für die wichtigen Einblicke, die er ihm und den beiden EN-Kollegen beim Vortrag und anschließenden Rundgang gegeben hatte, und stellte mit Blick auf Witten fest: „Wir sind von der herausragenden Bedeutung Ihres Werkes für den gesamten Schienenverkehr in Deutschland beeindruckt.“

Von | 2017-01-06T21:28:02+00:00 17.05.2013|Kategorien: Allgemein, Bauen und Verkehr, Ennepe-Ruhr-Kreis|Tags: , , , |