Schutz für EN-Kreis verbessern

Feuerwehr, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen sollen in Zukunft besser zusammenarbeiten können. Das ist das Ergebnis einer Informationsveranstaltung, zu der die Kreistagsfraktion der SPD Ennepe-Ruhr geladen hatte. Am Dienstag, 30. August 2016, trafen sich rund 60 Sozialdemokraten, Experten aus den Gebieten Brandschutz und Rettungsdienst sowie interessierte Bürger im Bürgerhaus Alte Johanneskirche in Gevelsberg zur Diskussionsrunde. Mit dabei waren auch Landrat Olaf Schade und Prof. Dr. Rainer Bovermann (MdL). Durch die Diskussion führte der SPD-Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer.

Einhellige Meinung der Experten von Feuerwehr und THW: Der Zivilschutz im Ennepe-Ruhr-Kreis muss verbessert werden. Vor allem brauchen die Feuerwehren und andere Hilfsorganisationen eine neue Leitstelle. Ein neues Gebäude soll her, das alte ist zu beengt. Ein Standort steht noch nicht fest. Zurzeit ist der Kreis auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück von wenigstens 18.000 Quadratmetern. Die Verwaltung des EN-Kreises arbeitet bereits an einer Vorlage für den Neubau der Kreisleitstelle.

Kreisbrandmeister Rolf Erich Rehm referierte über die Möglichkeiten eines Neubaus, der in drei Ausbauschritten („Modulen“) denkbar sei: „Modul Nummer eins umfasst den Bevölkerungsschutz mit Leitstelle für die Feuerwehren und andere Hilfsorganisationen“, beschreibt Rehm, „das erste Modul hat auch Priorität.“ Rehm zufolge soll dieses erste Modul bereits 2018 fertig sein.

Die Module zwei und drei stehen für den Ausbau der Kreisleitstelle zu einem kompletten Gefahrenabwehrzentrum. Sie könnten demnach unter anderem eine Zentraldesinfektion enthalten sowie ein Katastrophenschutzlager für Materialien, eine Tankstelle und Gebäude für Reserve-Fahrzeuge. Zusätzliche Hilfsorganisationen wie das THW könnten vielleicht mit einziehen. Zeit- und Kostenplanungen für die Module zwei und drei gibt es noch nicht.

Michael Schäfer, zuständig für den Fachbereich III Ordnung und Straßenverkehr im EN-Kreis: „Wir wollen für die Bürger die innere Sicherheit verbessern. Das steigert die Lebensqualität im ganzen Kreis.“

Hintergrund: „Die Räumlichkeiten der aktuellen Kreisleitstelle im Kreishaus in Schwelm sind zu klein, das Kreishaus wurde in den 70ern gebaut“, sagt Daniel Pilz, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Allein die Technik werde beispielsweise immer leistungsfähiger und brauche dementsprechend mehr Platz, etwa für zusätzliche Monitore für erweiterte Hilfsdienste wie GPS.

Kreisbrandmeister Rehm ergänzt: „Der Neubau ist eine Investition in die Zukunft, die engen Räumlichkeiten erlauben zurzeit ja noch nicht mal eine korrekte Geschlechtertrennung. Wir brauchen einen leistungsfähigen Katastrophenschutz. Denn wenn etwas passiert, sind wir als erste Kräfte vor Ort.“