Stadtumbau in Berge ist neuer Schwerpunkt der Stadtentwicklung

 „Keine Stadt im weiten Umfeld hat in den beiden letzten Jahrzehnten so positive Impulse in der Stadtentwicklung gesetzt wie Gevelsberg! Die Umgestaltung der Mittelstraße, der Ennepebogen, der Stadtbezirk Haufe/Nirgena oder Einzelprojekte wie die Kornbrennerei Saure: All dies sind erfolgreiche Initiativen, die zur hohen Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt beigetragen haben und nun Maßstäbe setzen für die weitere Stadtteil-Entwicklung in den Stadtteilen Berge-Vogelsang.“ Mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Gevelsberg, Hubertus Kramer, die Stadtverbands-Delegiertenkonferenz in der Gaststätte „Kreta“ in Berge. Die 40 Delegierten aus den fünf Gevelsberger SPD-Ortsvereinen sowie eine Reihe von Gästen beschäftigten sich mit der weiteren Entwicklung der Stadtbezirke Berge-Vogelsang.

Bürgermeister Claus Jacobi und der Fachbereichsleiter Stadtentwicklung bei der Stadt Gevelsberg, Björn Remer, erinnerten an die Erstellung des Stadtteilentwicklungs-Konzepts Berge-Vogelsang mit seinen konkreten Vorschlägen. Mit Blick auf Vogelsang seien eine ganze Reihe Maßnahmen bereits umgesetzt worden bzw. in Arbeit: Die Einrichtung des Bürgerhauses „Alte Johanneskirche“, die Schaffung der Mehrgenerationenfläche im alten Stadtgarten, der Abriss der „Grünen Ganz“ oder auch die derzeit laufende Umgestaltung der Hagener Straße, die wichtige Impulse für mehr Urbanität in Vogelsang setzen würden, seien Beispiele und zeigten, dass es der Stadt ernst sei mit den Bemühungen für Vogelsang.

Nun sei Berge an der Reihe: Der Startschuss falle mit der Gründung eines Initiativkreises von interessierten Bürgerinnen und Bürgern im April, der sich in den kommenden Jahren mit dem Stadtumbau Berge beschäftigen und Projekte auf den Weg bringen solle. Mit dem barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Knapp und der Neugestaltung des fußläufigen Verbindungsweges zwischen Berge und Vogelsang stünden ja schon zwei Maßnahmen zur zeitnahen Umsetzung bereits ganz oben auf der Projektliste.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Berge, Jürgen Moysiszik, erinnerte an eine Reihe von weiteren Vorschlägen aus der Berger Bürgerschaft, die in der Vergangenheit schon formuliert worden seien: Die neue Nutzung des Grundstücks der früheren Sparkassen-Zweigstelle, eine weitere Attraktivierung des Berger Sees als Freizeitraum oder Hinterhofbegrünungen in den mehrgeschossigen Wohngebäuden längs der Berchemallee und der Burbecker Straße seien ebenso Beispiele wie eine weitere Verstärkung des Jugend- und Senioren-Freizeitangebots für den Stadtteil Berge über die schon bestehenden, vorbildlichen Angebote der evangelischen Gemeinde Berge-Vogelsang hinaus. Die konkrete Frage vom SPD-Ratsfraktionsvorsitzenden Gerd Vollmerhaus, wann die von der SPD-Fraktion beantragte Ausweitung der 30er-Zone an der Berchemallee im Bereich des Berger Sees zur höheren Verkehrssicherheit der Schülerinnen und Schüler der Georg-Müller-Schule realisiert werde, beantwortete Bürgermeister Claus Jacobi dahingehend, diese Maßnahme werde nun zeitnah umgesetzt.